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Die Komposition
"Aubaine" wurde von NooK (Gerriet K. Sharma & Dirk Specht)
im Rahmen eines gemeinsamen Postgraduiertenprojektes an der Kunsthochschule
für Medien (Köln) realisiert.
Die gemeinsamen Arbeiten von NooK in den Bereichen Klangkomposition
und Sounddesign führten zu einem verstärktem Interesse an
der Weiterentwicklung und Transformation des musikalischen Materials
mittels einer dynamischen Klang-Raum Konzeption.
Zur Realisation dieses Vorhabens wählte NooK die Wellenfeldsynthese
als Verfahren zur Raumklangproduktion, da dieses Verfahren im Gegensatz
zu herkömmlichen Surround-Verfahren eine präzise Ortswahrnehmung
von Klangereignissen innerhalb eines sog. "Wellenfeldes"
ermöglicht
Die eindrückliche Erfahrbarkeit der Klangtopographie der Komposition
"Aubaine" wird erreicht durch eine gezielte Abstimmung der
Raumschichtungen, differenziert verteilter Punktereignisse, sowie
komplexer Klangverläufe und -bewegungen innerhalb des 360°-Hörfeldes.
Kaleidoskopartig entwickeln sich aus Teilsegmenten der Komposition
neue, präzise räumlich organisierte Strukturen, imaginäre
Raumformen und Klangfigurationen bilden sich aus Punktereignissen,
Felder werden aufgespannt, rhythmisiert , falten und verschieben sich,
wandern im Raum, transformieren sich zu linearen Bewegungen, ballen
sich plötzlich zusammen und werden dabei zu Punktereignissen,
überlagern sich daraufhin wiederum mit anderen Figuren und bilden
somit neue Felder.
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Thematisch
entwickelt ist die Komposition aus Ideen wie:
Zeitstau, Dehnung + Stauchung von Moment + Dauer, variables "Jetzt",
Modulation zeitl. Gitter, parallele Ungleichzeitigkeiten - sync off,
abrupte Perspektivwechsel, Raumklappung, variable Raumskalierung,
Unschärfen der Wahrnehmung, Spiel mit "Tiefenschärfe"/
räuml. Auflösung
Analogien zu filmischen Verfahren - Einstellungsgrößen/Montage
(Zoom/Schwenk/Travelling/Closeup/Totale/Fokussierung -"Blickachsen"-
Hörachsen/Verkippte Winkel/Perspektivschnitte, Subjektverortung
in/gegenüber akustischen/musikal. Tableaus)
Abschließend wurde eine Stereoaufzeichnung der Komposition im
Kunstkopfverfahren gemacht um eine möglichst originalgetreue
Hörsituation des Wellenfeldes zu dokumentieren. Mittels zusätzlicher
Mikrofonierung wurden gleichzeitig weitere Hörperspektiven aufgezeichnet.
Die Kombination von WFS und Kunstkopfaufnahme inklusive anschließender
Übertragung der Aufnahme auf einen herkömmlichen Tonträger
ermöglicht das Erleben der Raum-Klang-Komposition unabhängig
von der sonst zwingenden Anwesenheit des Hörers im WFS Studio.
Zusätzlich enthält die Doppel-CD-Veröffentlichung eine
mittels multipler Mikrofonierung aufgenommene Stereovariante für
die Wiedergabe über ein übliches Stereoboxenpaar.
weiterführende Informationen:
Fraunhofer
Institut (deutsch)
Fraunhofer
Institut (english)
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